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Südapulien

ÜBERBLICK SÜDAPULIEN:

Gallipoli
Gallipoli

Der vom adriatischen und jonischen Meer umgebene „Stiefelabsatz“ Italiens, der Salent, verfügt über eine Dichte an Sehenswürdigkeiten ohne Vergleich! Dieses Gebiet, das von drei Provinzen (Brindisi, Tarent und Lecce) charakterisiert ist, aber von seiner Fläche weniger als ein Drittel der gesamten Region ausmacht, bietet dem Besucher eine Schönheit an Farben und Düften, eine einzigartige Mischung an Traditionen und kulturellen Einflüssen. Die quirlige Provinzhauptstadt Lecce, einzigartiges Zeugnis für einen spektakulären Barockstil, bildet mit den drei Hafenstädten Gallipoli (im Osten), Otranto (im Westen) und Santa Maria di Leuca (im Süden) ein magisches Dreieck, in dem der Gast von dem wilden Charme der Landschaft mit bronzezeitlichen, römischen, mittelalterlichen und neuzeitlichen Zeugnissen der Vergangenheit gefangen und verzaubert wird.

VON KÜSTE ZU KÜSTE

Einen Besuch des Salents muss man einfach in Lecce beginnen: die Universitäts- und Provinzhauptstadt ist ein Juwel des Barocks: dank des hiesigen, sehr weichen Steinart und meisterhaften Künstlern aus dem 16. und 17. Jh. besitzt Lecce eine unvergleichliche Altstadt. Über 60 Kirchen und Klöster sind Zeugnis der Religiösität und Phantasie ihrer Einwohner. Dasselbe gilt für den Küstenhafen Otranto: die vollständig erhaltene Altstadt begeistert mit ihrer kleinen byzantinischen Kirche ebenso wie mit der mächtigen Kathedrale aus dem 11. Jh. Die Altstadt von Gallipoli, an der Westküste gelegen, liegt auf einer Halbinsel im Meer, bewacht von einer Burg aus der Zeit Karls V. Santa Maria di Leuca erscheint einem englischen Badeort ähnlich. Die Stadt Acaya bei Lecce ist ein Zeugnis der bewegten Militärgeschichte: 1535 wurde die Ansiedlung komplett ummauert und mit einer mächtigen Burg ausgestattet. Von Raubüberfällen über den Seeweg zeugen die Reste vieler Wachtürme, die entlang der gesamten Küste erhalten sind. Aber auch Zeugnisse aus der Bronzezeit finden sich überall: Grabkammern (Dolmen), Menhire zum Beobachten der Sterne und steinzeitliche Höhlenzeichnungen (in Porto Badisco). Dies alles umgeben von einer einzigartigen Natur mit WWF-Naturschutzgebieten (Le Cesine, die Alimini-Seen), zauberhaften Sand- und Felsstränden und einer Vielfalt an Spezialitäten, Riten und Dialekten, das man gezwungen ist, Jahre im Salent zu verbringen, bis man alles gesehen und probiert hat…

DER GRIECHISCHE SALENT

“La Grecia Salentina” auf italienisch: Elf Städte des Salents (Cutrofiano, seit 2006, daneben Carpignano Salentino seit 2005 und die Gründungsmitglieder Calimera, Castrignano dei Greci, Corigliano d’Otranto, Martano, Martignano, Melpignano, Soleto, Sternatia und Zollino) besitzen eine historische Gemeinsamkeit: ihre Bewohner sprechen bis heute einen Dialekt, der auf das Griechisch der byzantinischen Besatzungszeit zurückgeht! Viele Krypten, unterirdische Olivenölpressen und Burganlagen lohnen einen Besuch dieser teilweise kleinen Städtchen, die sich im Herzen des Salents befinden.

DIE 800 MÄRTYRER OTRANTOS

Die Geschichte der antiken Hafenstadt Otranto ist seit dem Jahr 1480 gekennzeichnet: Türken eroberten die Stadt und stellten ihre Bewohner vor die Wahl, ihrem Glauben abzuschwören oder zu sterben. 800 Einwohner zogen den Tod durch Enthauptung vor. Die Knochen der 800 Märtyrer sind heute in der Kathedrale von Otranto zu besichtigen.

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